Durchsuchungen im Wirecard-Skandal

01. Jul. 2020, 11:25

Im Wirecard-Skandal haben Dutzende Ermittler in einer groß angelegten Durchsuchung fünf Gebäude in Deutschland und Österreich durchsucht. Darunter waren die Firmenzentrale im Münchner Vorort Aschheim und zwei Objekte in Österreich, wie die Münchner Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte.

Dabei ging es in erster Linie um die Vorwürfe, die unter anderem gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Markus Braun erhoben werden – falsche Angaben in den Wirecard-Büchern und Marktmanipulation. „Zwölf Staatsanwälte vor Ort werden dabei von 33 Polizeibeamten und weiteren IT-Fachleuten des Polizeipräsidiums München und ihren österreichischen Kollegen unterstützt“, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Ex-Vorstandschef Markus Braun ist Österreicher, ebenso das möglicherweise abgetauchte ehemalige Vorstandsmitglied Jan Marsalek.

Die Wirecard-Zentrale ist damit innerhalb eines Monats zum zweiten Mal durchsucht worden. Weitergehende Informationen wollten die Ermittler nicht veröffentlichen. Laut „Süddeutscher Zeitung“ war ein Privathaus unter den durchsuchten Gebäuden.

Quellverweis: Telekom