Sächsische Schweiz: Saisonverlängerung soll Ausfälle mildern

Die coronabedingten Umsatzausfälle sollen in der Tourismusregion Sächsische Schweiz mithilfe einer Saisonverlängerung kompensiert werden. Dafür sei eine Ausweitung der Kampagne „Wintertraum Sächsische Schweiz“ geplant, teilte der Tourismusverband Sächsische Schweiz am Montag in Pirna mit. Unter anderem wird eine neue Winterwanderkarte aufgelegt und eine Großflächen-Plakatwerbung auch in anderen Bundesländern vorbereitet. Ziel sei es, den Unternehmen die Chance zu geben, die Saison nach dem verspäteten Start deutlich in den Herbst und Winter hinein zu verlängern.

In einer internen Umfrage des Tourismusverbandes hatten drei Viertel der 200 befragten Unternehmen angeben, dass der Saisonstart nach der Wiedereröffnung gut angelaufen sei. Die Sächsische Schweiz profitiere offenbar stark von der aktuellen Hinwendung zu Inlandsreisezielen, erklärte der Verbandsvorsitzende Michael Geisler. Zugleich rechnen 63 Prozent der Beherbergungsbetriebe mit einer schlechteren oder viel schlechteren Bilanz als im Rekordjahr 2019.

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Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax leicht im Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der deutsche Aktienmarkt ist mit zarten Gewinnen in die neue Woche gestartet. Die Investoren sind nach wie vor hin- und hergerissen zwischen den wieder gestiegenen Corona-Sorgen und Konjunkturdaten, die auf eine Erholung der Wirtschaft hindeuten. Sorgenvoll schauen die Marktteilnehmer vor allem in die USA, wo es erneut zu Lockdown-Maßnahmen kam. Aber auch in Deutschland halten die Befürchtungen einer zweiten Infektionswelle an.

Der Dax stieg zuletzt um 0,22 Prozent auf 12 116,47 Punkte und hat damit zunächst einmal die vielbeachtete Marke von 12 000 Zählern verteidigt. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex ein Minus von knapp zwei Prozent verbucht. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gewann am Montagmorgen 0,28 Prozent auf 25 690,95 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank hingegen um rund 0,1 Prozent zu.

Die Aktien des nach einem Bilanzskandal ums Überleben kämpfenden Zahlungsdienstleisters Wirecard werden endgültig zum Spielball von Spekulanten. Nach einem Verlust von knapp 99 Prozent in den vergangenen sieben Handelstagen legten die noch im Dax notierten Aktien am Montag um rund 200 Prozent auf 3,85 Euro zu. Solche Kursbewegungen sind mit fundamentalen Entwicklungen nicht mehr zu erklären.

Die Papiere der Lufthansa weiteten ihren jüngsten Kursrutsch am Montag aus. Mit minus 3,3 Prozent rutschten die Anteile der Fluggesellschaft als MDax-Schlusslicht auf das Niveau von Ende Mai zurück. In rund drei Wochen verloren sie inzwischen wieder rund 30 Prozent. Lufthansa-Großaktionär Heinz Hermann Thiele sagte der Airline nach der staatlichen Rettung einen „schmerzhaften Weg“ während einer „fünf bis sechs Jahre“ dauernden Sanierung voraus. Ein Börsianer sieht die Lufthansa-Anleger damit noch einmal an die harte Realität erinnert, zumal Thiele auch eher Patriotismus als finanzielle Erwägungen als Grund für sein Engagement angeführt habe.

Die Papiere von Ströer fielen um 1,3 Prozent, nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs die Aktien des Anbieters von Außenwerbung wegen ihrer zuletzt überdurchschnittlichen Kursentwicklung von „Buy“ auf „Neutral“ abgestuft hat. Dagegen profitierten die Titel von ProSiebenSat.1 von einer Kurszielerhöhung der Citigroup-Analysten von 8,50 auf 13,30 Euro und der bestätigten Kaufempfehlung. Die Titel des Medienkonzerns gewannen als MDax-Spitzenreiter 4,1 Prozent auf 10,51 Euro.

Der deutsche Wohnimmobilienkonzern Ado Properties will den Berliner Konkurrenten Consus Real Estate komplett übernehmen. Nach eigenen Angaben hat Ado bereits Zusagen der Aktionäre, um auf einen Anteil von insgesamt mehr als 80 Prozent zu kommen. Finanzieren will Ado den Deal mit einer Kapitalerhöhung von 450 Millionen Euro. Zudem sollen die eigenen Aktionäre auf eine Dividende für das Jahr 2019 verzichten. Die Ado-Aktien büßten zuletzt 0,8 Prozent ein.

Die vor Kurzem von Aroundtown übernommene Immobiliengesellschaft TLG hat sich von Einzelhandelsimmobilien im Wert von knapp einer halben Milliarde Euro getrennt. Mit dem Geld will TLG seine Liquidität und Kapitalstruktur stärken und sich künftig auf Büroimmobilien konzentrieren. Die Aroundtown-Papiere sanken um 0,3 Prozent.

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Hessen von Corona-Kurzarbeit weniger getroffen

Der Arbeitsmarkt in Hessen ist von der Corona-Krise weniger stark getroffen worden als in anderen Regionen. Darmstadt, Wiesbaden oder auch der Hochtaunuskreis gehören laut einer Auswertung der gewerkschaftlichen Böckler-Stiftung bundesweit zu den Regionen mit den geringsten Kurzarbeitsanmeldungen. Auch der direkte Anstieg der Arbeitslosigkeit erreichte in Hessen keine Spitzenwerte.

Insbesondere deutschen Städte und Kreise mit starker Autobranche wiesen hohe Quoten bei der angezeigten Kurzarbeit auf, heißt es in der Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Böckler-Stiftung. So seien im März und April an den VW-Standorten Emden (56,0 Prozent) und Wolfsburg (52,2 Prozent) für mehr als die Hälfte aller dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt worden. Kassel hatte mit 43,2 Prozent den höchsten Wert in Hessen. Der bundesweite Durchschnitt habe im April gut 31 Prozent betragen.

Überdurchschnittlich viel Kurzarbeit sei auch in Tourismusregionen angemeldet worden. So wiesen die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald (41,4 Prozent), Oberallgäu (40,4 Prozent) und Garmisch-Partenkirchen (35,1 Prozent) hohe Quoten auf. An der Nord- und Ostseeküste treffe dies unter anderem auf Wittmund (35,6 Prozent), Ostholstein (34,7 Prozent) und Vorpommern-Rügen (35,5 Prozent) zu.

Die Forscher hatten Regionaldaten der Bundesagentur für Arbeit zur angemeldeten Kurzarbeit ausgewertet. Diese Zahlen dürften deutlich höher sein als die der tatsächlich kurzarbeitenden Beschäftigten. Die Unternehmen hätten oft vorsorglich für größere Gruppen Kurzarbeit angemeldet. Regionale Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit würden erst in einigen Monaten vorliegen.

Trotz des massenhaften Einsatzes der Kurzarbeit sei aber auch die Arbeitslosigkeit gestiegen. Besonders starke coronabedingte Zuwächse der Arbeitslosenquoten hatten nach WSI-Berechnungen Vorpommern-Rügen (3,2 Prozentpunkte) und Wittmund in Ostfriesland (2,6 Prozentpunkte) zu verkraften. In Hessen waren die Städte Offenbach (2,1 Prozentpunkte) und Frankfurt (2,0 Prozentpunkte) am stärksten betroffen. Im Vorgelsbergkreis (0,3 Prozentpunkte) wurden hingegen bundesweit die geringsten Effekte registriert.

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Corona-Krise: Flugzeugbauer Airbus will Tausende Stellen streichen

In der Corona-Krise blieben viele Flugzeuge am Boden. Das bekommen auch die Flugzeugbauer zu spüren: Airbus kündigt nun an, seine Produktion stark zu drosseln und Tausende Stellen zu streichen.

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Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat angekündigt, wegen der Corona-Krise Tausende Stellen zu streichen. Dabei gehe es um die „notwendige Anpassung an die massiv gesunkenen Produktionszahlen“, sagte Konzernchef Guillaume Faury der Zeitung „Die Welt“. Nach seinen Angaben wird Airbus für zwei Jahre die Produktion und die Auslieferungen um 40 Prozent reduzieren.

Es werde bis Ende 2021 dauern, bevor Produktion und Auslieferungen wieder im Einklang stünden, sagte Faury. Den genauen Umfang des Stellenabbaus will er nach Gesprächen mit der Arbeitnehmerseite bis Ende Juli verkünden. Spekuliert wird, dass bis zu 15.000 Stellen in der Zivilflugzeugsparte mit 90.000 Beschäftigten betroffen sind.

Alle Modelle sollten jedoch weiter gebaut werden, wenn auch „in langsamerem Tempo“, sagte der Airbus-Chef. Von der meistverkauften Baureihe A320 sollen nach seinen Angaben nur noch 40 Maschinen pro Monat gefertigt werden. Derzeit seien viele fertige Flugzeuge geparkt, da sie von den Airlines wegen der Krise nicht abgenommen würden.

Im ersten Quartal Minus von fast einer halben Milliarde Euro

Airbus hatte wegen der Pandemie im ersten Quartal einen Verlust von fast einer halben Milliarde Euro gemacht. Das Minus in den ersten drei Monaten des Jahres belief sich auf 481 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte unter dem Strich noch ein Gewinn von 40 Millionen Euro gestanden.

Der weltweite Flugverkehr ist wegen der Pandemie stark eingebrochen. Entsprechend weniger neue Maschinen kaufen die Airlines.

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Mindestens sechs Tote bei Angriff auf pakistanische Börse

ISLAMABAD (dpa-AFX) – Mindestens sechs Menschen sind nach Polizeiangaben bei einem bewaffneten Angriff auf die Börse im pakistanischen Karachi getötet worden. Vier davon seien Terroristen gewesen, sagte der örtliche Polizeichef Muqaddas Haider am Montag. Mit Schnellfeuergewehren bewaffnet hätten die Angreifer versucht, in das Gebäude einzudringen. Als sie am Eingang auf Sicherheitskräfte trafen, hätten sie auch eine Granate gezündet.

Auf Videos örtlicher Medien war zu sehen, wie Sicherheitskräfte das Gebiet rund um das Börsengebäude räumten. Immer wieder waren Schüsse und Explosionen zu hören. Den Berichten zufolge waren zu dem Zeitpunkt rund 1000 Händler und Angestellte in dem Gebäude. Die Hafenstadt Karachi ist die größte Stadt Pakistans und gilt als Wirtschafts- und Finanzzentrum des südasiatischen Landes.

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