Aktien New York Schluss: Verschnaufpause nach Kursrally

NEW YORK (dpa-AFX) – Nach dem neuerlichen Kursschub vom Vortag ist den US-Börsen am Donnerstag erst einmal die Kraft ausgegangen. Der US-Leitindex Dow verlor 1,17 Prozent auf 24 345,72 Punkte. Immerhin hat er sich vom Crash-Tief von Mitte März um mehr als ein Drittel erholt. Am Vortag hatte dem Dow nicht mehr viel bis zur runden Marke von 25 000 Punkten gefehlt. Diese dürften die Börsianer auch am Freitag im Blick behalten.

Wie sehr das Coronavirus die US-Wirtschaft gegenwärtig in den Abgrund zieht, belegten neue Zahlen vom Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche belief sich auf 3,8 Millionen. Damit haben sich seit der Zuspitzung der Corona-Pandemie im März mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. „Aufgrund des sich verschlechternden Arbeitsmarktes bleibt die Konjunkturperspektive noch getrübt“, sagte Analyst Partick Bolt von der Helaba. Auch die Konsumausgaben der US-Bürger sind im März eingebrochen.

Der marktbreite S&P 500 gab um 0,92 Prozent auf 2912,43 Zähler nach. Der Nasdaq 100 schaffte dagegen ein Plus von 0,20 Prozent auf 9000,51 Punkte. Hier stützten nicht zuletzt gute Quartalszahlen von Facebook, deren Aktien kräftig stiegen, sowie ein Rekordhoch der Aktien von Amazon.

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Allianz streicht Gewinnziel wegen Corona-Unsicherheit

Der Versicherungskonzern Allianz zieht nach Bremsspuren im ersten Quartal seinen Jahresgewinnausblick zurück. Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Unsicherheiten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und den aktualisierten Planzahlen dürfte 2020 das Ziel eines operativen Ergebnisses von 11,5 bis 12,5 Milliarden Euro nicht mehr erreichbar sein, hieß es in einer am Donnerstagabend in München veröffentlichten Mitteilung. „Ein neues Gewinnziel für 2020 wird der Vorstand nach Abschluss der revidierten Planung kommunizieren.“

Im ersten Quartal war das operative Ergebnis von 3,0 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 2,3 Milliarden Euro gesunken. Unter dem Strich fiel der Gewinn von 2,0 auf 1,4 Milliarden Euro.

Anleger reagierten zunächst relativ gelassen.

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Aktien New York: Verschnaufpause nach Kursrally – Arbeitsmarkt bricht ein

NEW YORK (dpa-AFX) – Nach dem neuerlichen Kursschub vom Vortag ist den US-Börsen am Donnerstag erst einmal die Kraft ausgegangen. Der US-Leitindex Dow gab zuletzt um 1,53 Prozent auf 24 256,85 Punkte nach. Immerhin hat er sich vom Crash-Tief von Mitte März um mehr als ein Drittel erholt. Am Vortag hatte dem Dow nicht mehr viel bis zur runden Marke von 25 000 Punkten gefehlt. Diese dürften die Börsianer weiter im Blick behalten.

Wie sehr das Coronavirus die US-Wirtschaft gegenwärtig in den Abgrund zieht, belegten neue Zahlen vom Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche belief sich auf 3,8 Millionen. Damit haben sich seit der Zuspitzung der Corona-Pandemie im März mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. „Aufgrund des sich verschlechternden Arbeitsmarktes bleibt die Konjunkturperspektive noch getrübt“, sagte Analyst Partick Bolt von der Helaba. Auch die Konsumausgaben der US-Bürger sind im März eingebrochen.

Der marktbreite S&P 500 gab um 0,64 Prozent auf 2920,74 Zähler nach. Der Nasdaq 100 sank mit 0,47 Prozent auf 8941 Punkte weniger deutlich. Hier stützten nicht zuletzt gute Quartalszahlen von Facebook, deren Aktien kräftig stiegen.

Anleger haben erneut zahlreiche Bilanzen zu verdauen, darunter die einiger Technologieschwergewichte vom Vorabend. Microsoft konnte die Corona-Krise bisher nichts anhaben. Der US-Softwaregigant profitierte vielmehr vom anziehenden Trend zu Heimarbeit und steigerte Umsatz und Gewinn. Die Aktien legten um 0,4 Prozent zu, nachdem sie in den vergangenen Wochen bereits stark gestiegen waren.

Weitaus deutlicher ging es mit den Papieren von Facebook aufwärts, sie gewannen 5 Prozent. Das weltgrößte Online-Netzwerk konnte in der Corona-Krise mehr Nutzer anziehen. Der Kurznachrichtendienst Twitter rutschte hingegen vor dem Hintergrund der Pandemie in die roten Zahlen, der Kurs sackte um 7,8 Prozent ab.

Tesla-Aktien zogen nach Quartalszahlen anfangs kräftig an, drehten anschließend aber ins Minus. Allerdings hatten sich die Papiere seit Mitte März mehr als verdoppelt. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen habe im ersten Quartal mit einem positiven Nettoergebnis überrascht, sagte Analyst Matthias Volkert von der DZ Bank. Tesla habe die Erwartungen kräftig übertrumpft, merkte die Bank JPMorgan an.

Papiere des Chemiekonzerns Dow verloren 2,1 Prozent. Die Corona-Krise hat den Gewinn des Unternehmens im ersten Quartal halbiert. Auch bei der Fastfood-Kette McDonald’s ließ die Pandemie den Gewinn zuletzt einbrechen, die Aktie büßte 1,7 Prozent ein.

Gesucht waren unterdessen die Aktien von Apple und Amazon, die um 1,2 beziehungsweise 1,9 Prozent zulegten. Beide Tech-Giganten veröffentlichen nach Börsenschluss ihre Quartalsberichte.

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Autozulieferer Veritas insolvent: 2200 Mitarbeiter betroffen

Der Autozulieferer Veritas hat in der Corona-Krise Insolvenz angemeldet. Das hessische Unternehmen habe beim Amtsgericht Hanau einen entsprechenden Antrag eingereicht, sagte eine Firmensprecherin am Donnerstag. Rund 2200 Mitarbeiter an den deutschen Standorten seien von der Insolvenz betroffen. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.

Der Insolvenzantrag hatte sich abgezeichnet, nachdem die Suche nach einem Investor geplatzt war, wie Veritas mit Sitz in Gelnhausen schon am Mittwoch mitgeteilt hatte. „Zuletzt haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Umsatzrückgänge den Investorenprozess massiv beeinträchtigt.“ Das Insolvenzverfahren gebe „der Unternehmensgruppe die Möglichkeit, den begonnenen Weg einer nachhaltigen Sanierung und Neuausrichtung weiterzugehen und als weitere Sanierungsoption einen neuen Investorenprozess zu starten“.

Veritas stellt Schläuche, Leitungen, Luftzirkulationssysteme und Dichtungen her. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 4400 Mitarbeiter, davon die Hälfte in Deutschland. Die Wurzeln des Unternehmens reichen nach eigenen Angaben zurück bis 1849, damit sei die Veritas AG das älteste kautschukverarbeitende Unternehmen Deutschlands. Der „Wirtschaftswoche“ zufolge wurde der Sanierungsexperte Jan Markus Plathner von der Wirtschaftskanzlei Brinkmann und Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

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Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) – Die Börsen in Osteuropa haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Deutliche Kursverluste verzeichneten die Börsen in Moskau und Prag. In Warschau endete der Handelstag wenig verändert, während sich die Budapester Börse mit Gewinnen in das Wochenende verabschiedete. An allen vier Handelsplätzen findet am Freitag wegen des Feiertags 1. Mai kein Aktienhandel statt.

In Moskau gab der russische Leitindex RTSI nach zwei sehr starken Handelstagen mit Kurszuwächsen von jeweils mehr als zwei Prozent nun um 1,71 Prozent auf 1125,03 Punkte nach.

An der Prager Börse verlor der Leitindex PX 1,2 Prozent auf 873,17 Punkte. Belastet wurde er vor allem von schwachen Kursen der Index-Schwergewichte. Mit Erste Group, Avast und CEZ waren die drei Titel mit den größten Indexgewichtungen im PX auch die drei größten Verlierer.

Wenig verändert schloss die Warschauer Börse. Der Wig-20 gab um 0,16 Prozent auf 1648,68 Punkte nach. Der breiter gefasste Wig ging unverändert bei 46 117,00 Zählern aus dem Handel.

Die polnische Zentralbank bekräftigte am Nachmittag, die Anleihekäufe so lange fortzusetzen wie nötig. Auf Unternehmensseite meldete die mBank für das abgelaufene Quartal einen Rückgang des Nettogewinns bei einem gestiegenen Zinsüberschuss. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie seien bereits spürbar gewesen und würden auch die Ergebnisse im zweiten Quartal und im Gesamtjahr belasten, teilte das Finanzinstitut mit. Die Aktien stiegen dennoch um 2,2 Prozent.

Aufwärts ging es am Donnerstag an der Budapester Börse. Der ungarische Leitindex Bux stieg um 1,05 Prozent auf 35 180,90 Punkte. Gestützt wurde er vor allem von den deutlichen Kursgewinnen der OTP-Aktie, die 3,6 Prozent höher aus dem Handel ging.

Die übrigen Schwergewichte lieferten dagegen eine eher verhaltene Kursentwicklung ab. Die Titel der Pharmakonzerns Gedeon Richter legten um 0,07 Prozent zu, die Anteilscheine von MTelekom gingen unverändert aus dem Handel und die Aktien des Mineralölkonzerns Mol verloren 0,4 Prozent.

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