Langenhagen testet Laternen als Ladestationen für E-Autos

Sind Laternen die Tankstellen der Zukunft? In Langenhagen haben die Stadt und der Energieversorger Enercity einige Laternen zu Ladestationen für Elektroautos aufgerüstet. Dank des Zugangs zum Netz werde an die bestehende Infrastruktur angedockt – das spare Platz und koste nur halb so viel wie herkömmliche Ladepunkte. An fünf Orten ist das Tanken an der Laterne mittlerweile möglich, wie Enercity und Stadt am Mittwoch mitteilten. Allerdings: Die Ladeleistung ist mit maximal 4,6 Kilowatt deutlich geringer als an herkömmlichen Ladesäulen, die bis zu 22 Kilowatt bieten – das Laden dauert also länger. Das Tanken an der Laterne sei daher vor allem für Anwohner interessant, die ihr Auto über Nacht laden.

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E-Tretroller-Dienst Tier übernimmt Elektro-Mopeds von Coup

Die Elektro-Mopeds des eingestellten Anbieters Coup werden von dem bisher auf E-Tretroller spezialisierten Start-up Tier übernommen. Die Berliner Firma kaufte 5000 Coup-Motoroller und will sie ab Mai in Berlin wieder auf die Straße bringen. Weitere Städte sollen folgen. Das zu Bosch gehörende Unternehmen Coup hatte den Dienst im Winter vollständig eingestellt. Angesichts des starken Wettbewerbs und hoher Servicekosten sei das Angebot wirtschaftlich nicht dauerhaft zu betreiben, hieß es.

Coup hatte seine Fahrzeuge vor allem in Berlin, Madrid und Paris stationiert. 1500 Roller waren in der deutschen Hauptstadt unterwegs. Die von Tier übernommene Flotte soll in Berlin wieder mindestens genauso groß sein, sagte ein Sprecher des Berliner Start-ups am Mittwoch. Die Batterien sollen wie bisher in einer Lagerhalle in der Stadt geladen werden.

Tier ist in Deutschland bislang bekannt für seine Elektro-Tretroller. „Wir haben wertvolle Erfahrungen bei den E-Scootern gesammelt und könnten diese nun auch im Bereich der E-Mopeds effektiv einsetzen“, erklärte Tier-Chef und -Mitgründer Lawrence Leuschner. Demnächst sollen die technischen Voraussetzungen für die Integration der Roller in die Tier-App geschaffen werden.

Der Markt ist umkämpft. In der Hauptstadt gibt es mit Emmy einen weiteren Wettbewerber bei den E-Mopeds. Die roten Fahrzeuge sind etwas größer als die der Konkurrenz und bieten Platz für zwei Personen. Insgesamt sind für Emmy 2000 Fahrzeuge in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München und Wien im Einsatz.

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Deutsche Wirtschaft könnte langfristig unter Coronavirus leiden

Die deutsche Wirtschaft könnte auch in Zukunft unter dem Coronavirus leiden – zumindest wenn es sich weiter ausbreitet. Die Industrie könnte es am stärksten treffen.

Bei einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ist die Wahrscheinlichkeit nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) groß, dass ein permanenter Schaden für die Wirtschaft in Deutschland entsteht.

Das Coronavirus „trifft die deutsche Wirtschaft zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn die deutsche Wirtschaft lahmt schon. Letztes Jahr 0,5 Prozent Wachstum, das war eine der schwächsten Wachstumsphasen in ganz Europa“, zitiert der Sender RTL DIW-Chef Marcel Fratzscher. Betroffen seien vor allem Exporteure, Autobauer und Fluggesellschaften. Fratzscher forderte den Staat auf, mit Investitionen gegenzusteuern.

Zu dieser Schlussfolgerung kommt das DIW auch in seinem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbarometer. Demzufolge dürfte die deutsche Wirtschaft auch wegen der Ausbreitung des Coronavirus im ersten Quartal nahezu stagnieren.

Das Bruttoinlandsprodukt werde voraussichtlich nur „um ein knappes Zehntel gegenüber dem vorangegangenen Vierteljahr zulegen“, geht aus der Einschätzung des DIW hervor. Die Coronavirus-Epidemie störe Lieferketten und könne das Ausgabeverhalten privater Akteure vielerorts vorübergehend empfindlich dämpfen.

Experten: „Corona-Effekt unklar“

„Bisher ist der Corona-Effekt aber unklar und nicht zu beziffern“, sagte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. „Fest steht nur: Die exportabhängige deutsche Industrie wäre bei einer anhaltenden weltweiten Ausbreitung des Virus besonders betroffen – etwa, wenn es zu Lieferengpässen bei aus China bezogenen Vorleistungsprodukten kommt.“

Das laufende Quartal dürfte aber unabhängig vom Coronavirus schwächer ausfallen als bislang vermutet und die Industrie insgesamt in der Rezession verharren. Dagegen treibe der private Konsum die Konjunktur weiterhin an.

„Der private Verbrauch dürfte spürbar ausgeweitet werden: Die Lohneinkommen steigen weiter merklich, und der Staat entlastet die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erneut“, erläuterte DIW-Konjunkturexperte Simon Junker. Die Umsätze konsumnaher Dienstleister dürften daher kräftig zulegen.

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Rangliste sieht Berlin bei Online-Angebot für Bürger vorn

Bei digitalen Dienstleistungen und Informationen für ihre Bürger haben Deutschlands Städte nach einer Untersuchung noch viel Luft nach oben. Auf das beste Angebot können demnach die Berliner zurückgreifen, Schlusslicht ist Gera, wie das Beratungsunternehmen IW Consult ermittelte. Getrieben durch das Angebot seiner Abfall- und Müllunternehmen erzielte Berlin 72 von 100 möglichen Punkten, Gera dagegen 33 Zähler. Auftraggeber der Untersuchung war der Eigentümerverband Haus und Grund.

„Der Einäugige unter den Blinden, Berlin, hat gewonnen“, machte Verbandspräsident Kai Warnecke deutlich, dass aus seiner Sicht alle Städte Nachholbedarf haben. Bei den meisten sei das Angebot mangelhaft.

IW Consult, eine Tochter des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, hatte Websites der 100 größten Städte unter die Lupe genommen. Gesucht wurden 125 Verwaltungs- und Informationsdienstleistungen – vom Wohngeldantrag bis zur Autozulassung.

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Erneut weniger niedersächsische Unternehmen insolvent

Die Zahl der niedersächsischen Unternehmen, die Insolvenz anmelden, ist weiter rückläufig. Das Statistikamt des Landes zählte im vergangenen Jahr 1490 Anträge – das entspreche einem Rückgang um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Amt am Mittwoch in Hannover mitteilte. Insgesamt seien 2019 dennoch knapp 12 700 Arbeitsplätze wegen der Insolvenzverfahren in Gefahr geraten.

Auch die Zahl insolventer Privatpersonen ging zurück. Stellten im Jahr 2018 noch 9698 Privatleute einen Insolvenzantrag, waren es im Jahr danach nur noch 9247. Die durchschnittliche Schuldenlast der Antragsteller lag pro Person bei knapp 32 700 Euro.

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